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Stranger than Fiction

Deutscher Titel: 
Stranger than Fiction

Harold Crick ist ein einsamer Mensch. Er arbeitet bei der Steuerbehörde und lebt ein langweiliges Leben. Sein Verhalten liegt nahe an dem eines Zwangsneurotikers. Genau abzuzählen, wie oft man sich die einzelnen Zähne sowohl zur Seite als auch von oben nach unten putzt, das ist schon zwanghaft.
Eines Tages wird aber alles anders. Denn Harold muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass jemand sein Leben erzählt. Die Stimme kann nur Harold allein hören. Sie beschreibt aber alles so genau, sowohl seine Gedanken als auch die Zukunft, dass Harold es mit der Angst zu tun bekommt, als sie von seinem kurz bevor stehenden Tod spricht. Das und die Bäckerin Ana Pascal, in die Harold sich verliebt, werfen Harold aus der Bahn. Er versucht bei Therapeuten Hilfe zu finden, landet aber schließlich beim Literaturprofessor Jules Hilbert (Dustin Hoffman).
Mehr oder weniger durch Zufall findet Harold tatsächlich die Schriftstellerin, deren Hauptfigur er ist. Leider ist aber das Ende ihres Romans so literarisch wertvoll, dass der Professor Harold mitteilt, ihm bleibe nichts anderes übrig, als zu sterben. Harold liest die Notizen und muss ihm zustimmen. Nun liegt alles an Karen Eiffel (Emma Thompson), wird sie Harold opfern, um einen richtig guten Roman hinzukriegen?

Marc Forster, der vor allem wohl durch Monster's Ball bekannt wurde, ist ein Regisseur, dessen Filme meistens interessant sind. Es sind mit Sicherheit keine Autorenfilme, aber das ist heute vielleicht auch schon ein überholter Begriff. Richtige Mainstreamfilme sind es allerdings auch nicht - obwohl Forster mit Kite Runner und dem neuen James Bond schließlich doch in das Mainstreamlager gewechselt zu sein scheint.

Im Grunde genommen erzählt dieser Film eine wohlbekannte und schon oft erzählte Geschichte. Einsamer Mann hat sich in einem langweiligen Leben eingerichtet und seine Träume längst ad acta gelegt. Da passiert etwas, was ihn sein gesamtes Leben umkrempeln lässt. Natürlich gibt es ein großes Hindernis, an dem dieser Wandel zu scheitern droht.
Normalerweise wäre diese Art von Geschichte nichts Besonderes. Die Art wie sie erzählt ist macht sie allerdings doch zu etwas Besonderem. Moderne Technik ist sinnvoll in den Dienst der Sache gestellt und nicht zum Selbstzweck präsentiert und gibt der Story so einen zeitgemäßen Rahmen.
Die Schauspieler, allen voran Emma Thompson und Will Ferrell, aber auch die Nebenrollen mit Dustin Hoffman und Maggie Gyllenhaal, sind gut und der Film bietet Unterhaltung auf hohem Niveau.

Meine Wertung: 
7

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.