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Deutscher Titel: 
Heißes Eisen


Dieser Film von Fritz Lang ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Film Noir im Laufe der 50er Jahre "heller" wurde. Das muss nicht unbedingt an der Geschichte liegen, wenn sie auch hier einigermaßen hoffnungsvoll endet. Vor allem ist es an der Inszenierung zu erkennen. Alles ist hell ausgeleuchtet, selbst wenn es Nacht ist.

Erzählt wird die Geschichte von Dave Bannion (Glenn Ford), einem aufrechten Cop im Morddezernat einer durch und durch korrupten (fiktiven) Stadt, die von reichen Verbrechern kontrolliert wird. Der Selbstmord eines Polizisten bringt eine Lawine ins Rollen, die Bannion mehr oder weniger unfreiwillig erfasst und seine Frau das Leben kostet. Quasi als Ausgestoßener macht er sich auf zum Kampf gegen das organisierte Verbrechen, erhält dabei aber Unterstützung von all den aufrechten kleinen Leuten.

Der Anfang des Films ist meisterhaft inszeniert, erinnert schon ein bisschen an Hitchcock. Auch der Prozess, der Bannion so langsam in den Strudel der Gewalt reinzieht, ist gut geschrieben und gut gefilmt. Diese Normalo-Ehe von Bannion ist sehr gut eingefangen. Eher unglaubwürdig ist in meinen Augen aber dann das, was danach kommt. Man ist zwar sehr überrascht, wenn Bannions Frau Opfer eines Anschlags wird, der ihm galt, und tatsächlich stirbt. Aber wie die Verbrecher dann auf ihn reagieren, nämlich total verängstigt, das scheint mir etwas zu weit hergeholt; schließlich wird die Stadt ja mehr oder weniger von Verbrechern kontrolliert.

Schauspielerisch ist der Film durchschnittlich; Glenn Ford ist eher begrenzt in seinem Spiel, die interessanteren Performances kommen von Frauen, Gloria Grahame und Jeanette Nolan vor allem.

Meine Wertung: 
6
DVD: 

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Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.

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