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Deutscher Titel: 
Cloverfield


Eine Mischung aus Godzilla und Blair Witch Project, intelligent gemacht und technisch perfekt umgesetzt.

Der Film beginnt zunächst mit einem Testbild. Der Zuschauer erfährt, dass er im Folgenden ein Dokument sehen wird, das der Army gehört und in der Gegend Cloverfield gefunden wurde, die früher einmal Central Park war. So ist man schon einmal vorgewarnt: der Central Park ist nicht mehr das, was er einmal war.
Dann beginnt ein Heimvideo-Film, ein junger Mann nimmt Manhattan im Morgengrauen auf und weckt dann seine Freundin. Kurze Zeit später befinden wir uns auf der Abschiedsparty für diesen jungen Mann, der anscheinend nach Japan (!) gehen will, um dort einen Job anzunehmen. Sein bester Freund Hud nimmt Abschiedsgrüße für ihn auf, scheint dabei aber mehr an Marlena interessiert zu sein. Schon auf der Party beginnt Hud allerdings, zu dokumentieren. Es wird klar, dass der junge Mann (Rob) und seine Freundin (Beth) im Streit auseinander gegangen sind.
Gerade als die Gefühle auf dem Höhepunkt sind, passiert etwas: die Wohnung bebt, es hört sich an wie eine große Explosion. Die Gäste laufen aufs Dach und sehen von dort eine gewaltige Explosion. Einige vermuten einen neuen Anschlag wie am 11.09.2001, aber auch das schnell angeschaltete Fernsehen kann ihnen da noch keine Informationen liefern. Auf der Straße hören sie dann weitere Explosionen und auf einmal kommt ein riesiger Gegenstand angeflogen, der sich als Kopf der Freiheitsstatue erweist. Irgendetwas Schreckliches passiert und wir sind als Zuschauer genauso ratlos wie die Partygäste und der Hobbyfilmer Hud.

Den ganzen Rest des Films bleiben wir auf Huds Perspektive beschränkt. Das Monster, das aus dem Wasser gekommen zu sein scheint und nun, durch das Militär in Panik gebracht, Manhattan verwüstet, bekommen wir nur von weitem mit oder als etwas, das durch das Bild huscht. Nur am Ende stehen wir ihm mit Hud Auge in Auge gegen&uum;ber. Und damit endet dann auch quasi der Film, der überraschend kurz ist, was aber konsequent und richtig ist.

Man kennt das Prinzip der Videokamera und des Videofilms spätestens seit Blair Witch Project. Hier ist es aber kongenial umgesetzt worden. Es ist also nicht unbedingt ein innovativer Film, aber zumindest ein Film, der ganz bewusst verfügbare filmische Mittel einsetzt und daraus etwas wirklich Eigenständiges schafft. Es ist weder Blair Witch noch Godzilla, sondern eben Cloverfield.

Meine Wertung: 
7
DVD: 

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Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.