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Cassandra's Dream

Deutscher Titel: 
Cassandra's Dream


Woody Allens bis dato vorletzter Film erzählt von einem Brüderpaar, das sich von seinem von (fast) allen verehrten Onkel zu einem Verbrechen anstiften lässt, damit jeder von ihnen sich seinen Traum erfüllen kann. Im Gegensatz zu Chris Wilton in Match Point sind sie allerdings nicht in der Lage, mit einem solchen Verbrechen leben zu können.

Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell) sind mit ihrem Leben nicht zufrieden. Sie streben nach mehr, wollen reicher sein und ein besseres Leben führen. Während Terry sein Geld immer wieder verspielt und nicht zu seinem Sportgeschäft kommt, versucht Ian, Geld aufzutreiben, um einer gut situierten Schauspielerin, in die er wirklich verliebt ist, ein entsprechendes Leben bieten zu können.
Hinter dem Ganzen, so könnte man sagen, steckt die ständige Mäkelei der Mutter (Claire Higgins), die ihren Bruder - Onkel Howard (Tom Wilkinson) - in den Himmel lobt, weil er ein so erfolgreicher Geschäftsmann ist und überall in der Welt herumkommt. Es ist kein Wunder, dass sich diese Unzufriedenheit auch auf die Söhne überträgt.

Wenn der Zuschauer dann Onkel Howard sieht, ist er gar nicht ein so toller Hecht. Vor allem sinkt er in unserer Achtung auch erheblich, als er von seinen Neffen verlangt, einen Mitarbeiter zu beseitigen, der ihm Schwierigkeiten machen will. Die Brüder müssen sich zu der Tat erst durchringen, sie fällt ihnen nicht leicht und wird von ihnen auch unterschiedlich gut verarbeitet. Schließlich kommt es sogar so weit, dass ein Bruder den anderen umbringen will: Murder begets murder.

Vergleicht man Allens Film mal mit einem ähnlichen aus demselben Jahr, in dem es auch um ein ungleiches Brüderpaar geht, nämlich Sidney Lumets Before the Devil Knows You're Dead, hinterlässt Allens Film nur einen mittelmäßigen Eindruck. Auch im Vergleich zu Match Point erscheint der Film zu fahrig, zu unkonzentriert. Die Ausgangslage, dass der Onkel seine Neffen mit einem Mord beauftragt, ist zu unglaubwürdig. Farrell und McGregor hingegen tun ihr Bestes, um den Figuren Leben einzuhauchen. Man ist von Woody Allen ja schon gewohnt, dass seine Filme unterschiedliche Qualität haben. An ihnen kann man ganz deutlich die Wichtigkeit eines guten Drehbuchs veranschaulichen. Denn in der Regel sind seine mittelmäßigen Filme aufgrund des Buches mittelmäßig. Aber bei dem Tempo, in dem er Filme macht, ist eigentlich nichts anderes zu erwarten. Natürlich ist ein mittelmäßiger Film von Woody Allen immer noch sehenswerter als viele andere Filme.

Meine Wertung: 
6
DVD: 

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Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.