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Deutscher Titel: 
Interview


Steve Buscemi habe ich zum ersten Mal in Trees Lounge als Regisseur kennen gelernt. Das war ein netter kleiner Film, kein Meisterwerk, aber ganz nett. Dann gab es die Episoden aus der genialen Serie The Sopranos, zwar im Stil der Serie, aber dennoch mit einem eigenen Touch. Herausragend und unvergesslich ist die Episodie, in der Paulie und Christopher im Schnee herumirren. In diesem Film hat er sich eines Drehbuchs des ermordeten niederländischen Regisseurs Theo van Gogh angenommen, dem er den Film auch gewidmet hat.

Erzählt wird die Geschichte von Pierre Peders (Buscemi), einem Journalisten, der eher politische Themen favorisiert, jetzt aber ein Interview mit der aufstrebenden Film- und Fernsehschauspielerin Katya (Sienna Miller) führen soll. Nach einem kurzen Streit kommen sie doch zur Sitzung in einem Loft, der Wohnung von Katya. Dort beginnt dann ein Hin und Her aus intimen Geständnissen, Anziehung und Abstoßen mit einem relativ überraschenden Ende.

Auch dieser Film ist kein Meisterwerk, aber er schafft etwas, was nur wenige Filme schaffen: er bezieht seine ganze Spannung aus dem Dialog zwischen diesen beiden Figuren. So etwas über knapp 75 Minuten durchzuhalten, ist schon ziemlich erstaunlich. Unmittelbar fällt mir dazu die Theaterverfilmung Vanya 42nd Street von Louis Malle ein. Da ist es ähnlich, volle Konzentration auf die Schauspieler und ihr Mit- und Gegeneinander. Keine der 75 Minuten wird langweilig. Das kann man oft noch nicht mal von Actionfilmen sagen.

Meine Wertung: 
7
DVD: 

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Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.