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Deutscher Titel: 
Milk


Wieder Sean Penn, dieses Mal in einer Rolle als schwuler Aktivist: Harvey Milk, der erste bekennende Schwule in einem politischen Amt in den Vereinigten Staaten. Milk und der Bürgermeister von San Francisco sind von einem anderen Supervisor, Dan White, erschossen worden. Der erhielt daraufhin nur drei Jahre Gefängnis.

Der Film von Gus van Sant erzählt nicht das Leben von Harvey Milk wie ein normales Biopic. Die Politik steht eindeutig im Vordergrund. Die Politik und die offene Feindschaft, die den Schwulen entgegenschlägt. Das wirft schon ein bedenkliches Licht auf die so genannte liberale westliche Welt. Im Zentrum steht die kurze Episode zwischen 1974 und 1978, in der sich Milk politisiert, ins Amt kommt und dann ermordet wird.

Sean Penn hat für seine Rolle verdientermaßen den Oscar bekommen. Er spielt hervorragend. Dasselbe gilt für Josh Brolin, der den Supervisor Dan White herrlich ambivalent spielt. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass Milk für ihn eine Bedrohung ist, weil er sich selbst nicht eingestehen mag, dass er homosexuelle Neigungen hat.

Ansonsten ist es ein Film, der vor allem von seiner Botschaft und dem Production Design lebt. Er bietet gute Unterhaltung, ist nie langweilig und sehr professionell gemacht. Als historische Lehrstunde sowie als menschliches Drama funktioniert er gut.

Meine Wertung: 
7
DVD: 

Milk bei Amazon (erst ab August, daher auch noch bei Amazon UK)

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.