Skip to main content

Slumdog Millionnaire

Deutscher Titel: 
Slumdog Millionnaire


Slumdog Millionnaire erzählt von Jamal Malik, einem jungen Mann, der aus den Slums von Mumbai stammt, und in der indischen Version von "Wer wird Millionär?" den Jackpot knackt. Ein Junge aus den Slums, der alle richtigen Antworten kennt, das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. So denkt zumindest das Establishment in Form des Moderators und lässt den armen Jamal gleich mal von der Polizei verhaften, foltern und verhören. Dabei erfahren wir seine Geschichte und warum es ihm möglich war, alle Fragen zu beantworten: Die Antworten markieren wichtige Punkte in seinem Leben.

Wer von Danny Boyle einen Bollywood Film erwartet hat, wird enttäuscht werden, trotz des Happy Ends mit Tanzeinlage. Es ist schon ein europäischer Blick auf Indien, trotz indischer Darsteller. Was könnte es auch sonst sein? Letztlich passt der Film sich auch sehr gut in die Hollywood Landschaft ein. Er hat das Düstere der letzten Jahre, endet aber sehr hoffnungsvoll und spiegelt damit vielleicht auch den Zustand der amerikanischen Seele in der Post-Bush Ära wider.

Der Film hat gerade zu Beginn einige heftige Szenen. Man fühlt sich streckenweise an Cidade de Deus erinnert. Einige Szenen wird man nicht so schnell vergessen. Das liegt nicht nur an der Gewalt, Boyle und sein Kameramann Anthony Dod Mantle finden teilweise richtig starke Bilder. Der Kontrast zwischen den knalligen Farben und dem tristen Dasein der Kinder ist sozusagen Programm der Inszenierung: ein Bilderrausch. In seiner Kombination aus Story und Inszenierung ist der Film wohl einer der innovativsten des letzten Jahres und somit letztlich auch verdienter Oscar-Gewinner.

Meine Wertung: 
7
DVD: 
Slumdog Millionnaire bei Amazon UK (in Deutschland erst ab Oktober)

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.