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Thousand Years of Good Prayers, A

Deutscher Titel: 
Mr. Shi und der Gesang der Zikaden


Mr. Shi besucht seine Tochter in Amerika. Er ist verwitwet und lebt allein. Seine Tochter war verheiratet, hat sich aber von ihrem Mann getrennt. Mr. Shi ist gekommen, um seiner Tochter "beizustehen". Er will, dass sie glücklich ist und versucht, sie mit seinen altmodischen Ansichten zu einem guten Leben zu überzeugen.

Die Tochter hingegen lässt ihren Vater oft allein, freut sich nicht über seinen Besuch und möchte am liebsten, dass er seine Amerikareise beginnt und sie in Ruhe lässt. Bei seinen ständigen Vorhaltungen und Ratschlägen verwundert das eigentlich auch nicht.

Mr. Shi lernt eine Iranerin kennen, mit der er sich mehr oder weniger gut in gebrochenem Englisch unterhalten kann. Das sind ganz witzige Szenen, weil beide immer wieder in ihre Sprache zurückfallen. Gegen Ende erfährt Mr. Shi dann aber, dass auch die Iranerin ihre Probleme mit ihren Kindern hat. Gerade als ihr Enkelkind nämlich zur Welt kommt, wird sie in ein Seniorenheim abgeschoben.

Am Ende des Films kommt es dann noch zur Aussprache zwischen Tochter und Vater, in der die Kluft zwischen den beiden offensichtlich wird und in der die Position des Vaters als moralische Instanz auch zusammenbricht. Es gibt Wunden, die hinterlassen eben immer eine Narbe, man kann sie nicht ignorieren. Man kann nur versuchen, mit ihnen zu leben.

Wayne Wang hat mit diesem Film ein interessantes Kammerspiel geschaffen, das einerseits das Thema Familie und Generationenkonflikt behandelt, aber auch das Miteinander der Kulturen auf eine sympathische Art und Weise beschreibt. Ein sehenswerter Film.

Meine Wertung: 
7

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.