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Deutscher Titel: 
Rounders

John Dahl hat Anfang der Neunziger einen Film mit Nicolas Cage, Dennis Hopper, Lara Flynn Boyle und J.T. Walsh gemacht, der sich Red Rock West nennt. Eine Art Neo Noir, der mich sehr überzeugt hat. Seitdem habe ich so einige Filme von ihm gesehen, etwa Kill Me Again, The Last Seduction oder auch Unforgettable. Aber kein Film hat das Ursprungserlebnis in irgendeiner Form "toppen" können. Auch Rounders schafft es nicht. In diesem Film spielt Matt Damon einen jungen Mann, dessen Leben sich eigentlich nur um das Pokerspiel dreht. Dabei geht es ihm nicht ums Geld, sondern eher darum, zu beweisen, dass er die anderen schlagen kann. Sein Freund Worm - wie immer hervorragend gespielt von Edward Norten - ist schließlich derjenige, der ihn wieder zum Spielen bringt, ihn aber auch ausnutzt und in Lebensgefahr bringt. Dennoch hält der Film ein Happy End für uns parat. Und im Grunde genommen ist das auch der in meinen Augen schwerwiegendste Kritikpunkt an dem Film: Er ist sehr nach einem allzu bekannten Muster gestrickt und weigert sich, aus diesem auch nur im geringsten auszubrechen. Die Besetzung des Films allerdings macht an der voraussehbaren Story so einiges wett. John Malkovich gibt einen beeindruckend guten Russen und John Turturro spielt den Arbeiter unter den Spielern auch toll. Martin Landau hat eine Super-Szene, die auch für die Story entscheidend ist, wenn er vom "Schicksal" spricht, dem man nicht entrinnen kann. Vom Schauspielerischen her ist der Film im Großen und Ganzen erste Sahne. Und das Happy End ist dann auch einigermaßen akzeptabel.

Meine Wertung: 
7

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.

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