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Deutscher Titel: 
Munich

Spielbergs Film über die Folgen der Geiselnahme in München 1972. Wer Spielbergs Werk kennt, wird hier nicht eine tiefschürfende Analyse des Nahost-Konflikts erwarten und in Folge dessen auch nicht enttäuscht. Was man dem Film zugute halten muss, ist, dass er auch nicht mit vorschnellen, vermeintlichen Lösungen des Konflikts hausieren geht.
Wer Spielbergs Werk kennt, mag also auch etwas überrascht sein ob der Zurückhaltung, die hier an den Tag gelegt wird - sieht man einmal vom Ende ab, das dann wieder obersymbolisch ist und eines Oliver Stone würdig. Aber das Ende ist dann wiederum auch nicht so schlimm, wie man es vom Regisseur von War of the Worlds hätte erwarten können. Man ist von Spielberg wirklich schlimmere Filmenden gewohnt.

Der Film wäre allerdings um einen Punkt besser gewesen, würde er fünf Minuten früher enden. Ansonsten ist der Film natürlich professionell gemacht. Bestimmte Szenen sind einfach meisterlich, etwa die Szenen mit Michael Lonsdale, der hier eine bemerkenswerte Nebenrolle spielt. Trotzdem hinterlässt der Film einen faden Nachgeschmack. Das mag daran liegen, dass der Film einen genauso hilflos zurücklässt wie es die aktuelle Situation tut, gleichsam fatalistisch. Ist das gut oder nicht?

Meine Wertung: 
7

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.