Skip to main content

V For Vendetta

Deutscher Titel: 
V wie Vendetta

Ein etwas anderer Science-Fiction Film aus der Feder der Wachowski-Brüder. Während sie sich mit The Matrix vor allem stilistisch in das Gedächtnis einbrannten, ist es hier die Geschichte, die im Vordergrund steht. Auch hier allerdings gibt es eine wilde Mischung aus Science-Fiction, Mantel und Degen sowie Krimi.
Die junge Evey gerät mehr oder weniger durch Zufall in Verbindung zu einem maskierten Rächer, der sich V nennt. Von der ersten Begegnung an ist sie mit dessen Schicksal und dessen Kreuzzug gegen die klerikalfaschistische Regierung verbunden. Dabei wird sehr intelligent das Thema Terrorismus angeschnitten, der ja auch von staatlicher Seite ausgehen kann und in diesem Fall auch tut. Natürlich steckt der Film - wie es sich ja heute anscheinend gehört - voller Referenzen auf die Filmgeschichte selbst. Am auffälligsten sind hier wohl die Besetzung von John Hurt als Quasi-Big-Brother, in Anspielung auf seine Rolle in Nineteen Eighty-Four. Ebenso auffällig, weil in der Geschichte selbst vorkommend, ist die Referenz auf den alten Count of Monte Christo mit Robert Donat.

Etwas unangenehm und zweifelhaft ist die Foltersequenz mit Natalie Portman. Nicht etwa, weil sie unglaubwürdig oder gar schlecht gespielt ist. Einmal abgesehen davon, dass in der Synchronfassung allein durch die Stimme schon zu erkennen ist, wer der eigentliche Folterknecht ist, vielleicht - im Gegensatz zur Originalversion. Problematisch ist eher, dass diese Folterszene im Grunde genommen genau die us-amerikanisch initiierte Diskussion über die Legitimität von Folter aufnimmt und auf eine unbefriedigende Art positiv beantwortet. Denn letztlich führt die Folter dazu, dass die junge Frau ihrem Folterer hinterher auch noch dankbar ist, weil er sie gelehrt hat, frei von Angst zu sein. Es ist schon etwas anderes, ob man seinem Folterer vergibt oder ihm dankbar ist!

Meine Wertung: 
6

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.