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Deutscher Titel: 
Crime Story

Die Serie lief von 1986-1988 im amerikanischen Fernsehen. Eng verbunden ist sie mit dem Namen Michael Mann, der schon für Miami Vice verantwortlich zeigte. Sie spielt im Chicago der frühen sechziger Jahre und handelt vom Chef der Mobile Crime Unit Michael Torello, der alles daransetzt, den sich hoch arbeitenden und sich langsam als Gangsterboss etablierenden Ray Luca dingfest zu machen. Season 1 Bis jetzt habe ich den Piloten und die ersten drei Folgen gesehen und sie gefallen mir ganz gut. Im Piloten wird der Konflikt zwischen Torello und Luca etabliert. Vor allem, weil dieser den Sohn eines befreundeten Ehepaars tötet. Dieser wird vom jungen David Caruso gespielt, der dann später mit NYPD Blue und jetzt CSI berühmt wurde - aber auch in dem Thriller Kiss of Death von Barbet Schroeder als neuer James Cagney überzeugte.
In den ersten drei Folgen arbeitet sich Ray Luca vom "Street Punk" zum "Manager" hoch, lässt krumme Dinger drehen, anstatt sich selbst der Gefahr auszusetzen. Seine Idee eines nationwide gambling networks nimmt Gestalt an und deutet schon darauf hin, dass er den Platz von Phil Bartoli einnehmen wird. Der wird übrigens von dem wundervoll widerlichen Jon Polito gespielt, der schon hier so gut ist, wie später in den Filmen der Coen Brüder. Die Serie ist retro. In Anbetracht neuer Serien wie den Sopranos ist sie in dieser Hinsicht schon etwas antiquiert. Das ist aber nichts Schlechtes.
Retro ist sie natürlich auch in dem Sinne, dass die ganze Mode der frühen 60er vorgeführt wird - dicke Schlitten und Betonfrisuren, unglaubliche Anzüge und Kleider... Viel coole Musik - den Titelsong "Runaway" erinnerte ich noch aus den frühen 90ern, als ich Teile der Serie das erste Mal sah. Auch gute Jazz-Stücke sind mit dabei, von Dave Brubeck und Art Blakey zum Beispiel. In der vierten Folge tritt dann sogar Miles Davis höchstpersönlich auf!
Es gibt zwar oberflächlich eine strikte Trennung zwischen den "Guten" und den "Bösen", aber genau betrachtet sind zumindest die "Guten" auch nicht so gut, wie sie erscheinen. Es gibt einige Sachen, die einfach illegal sind und um vermeintlich höherer Ziele willen getan werden... Na ja, und in der Folge "Shadow Dancer" schließlich machen sich Torello und seine Leute letztlich sogar - wenn auch nicht ganz freiwillig - zu Vollstreckungsgehilfen der "Bösen". Ansonsten wird das Konzept der Serie eigentlich gut verwendet, da es im Grunde genommen um eine Geschichte geht, die in großem Umfang erzählt wird.

Meine Wertung: 
6

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.