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Leben der Anderen, Das

Deutscher Titel: 
Leben der Anderen, Das

Der Film führt einen Staat vor, in dem die Bürger unter Generalverdacht stehen und die Bonzen die staatlichen Einrichtungen nur noch für ihre kleinen Machtspiele missbrauchen. Das bekommt auch ein eigentlich linientreuer Schriftsteller zu spüren, der das Pech hat mit einer Frau zusammen zu sein, die auch mit einem Bonzen liiert ist. Im Zentrum jedoch steht der voller Überzeugung agierende und an den Staat und das System glaubende Ulrich Mühe. Der macht sich an die Überwachung des Schriftstellers, man ist nicht ganz sicher, ob es nicht auch gleich schon ist, weil er sich in die Schauspielerin verliebt hat. Und er ist schließlich auch derjenige, der durch geschickte Manipulation der Überwachungsunterlagen dafür sorgt, dass ein weiterer Nagel in den Sarg des überlebten Regimes gehämmert wird. Der Film fängt sehr gut die bürokratische Perfektion hinter dem Überwachungsstaat ein. Ulrich Mühe haucht dem verstaubten Beamten Leben ein, so dass man ihm sogar die Wandlung glaubt. Martina Gedeck spielt wieder hervorragend. Ohne ihre Figur der tablettensüchtigen Schauspielerin, die fast schon wie ein gehetztes Tier in die Ecke gedrängt und zum Verrat gezwungen wird, wäre der Film wesentlich schlechter. Trotz allem bleibt bei mir aber ein ungutes Gefühl zurück. Das Ende finde ich schon ein bisschen komisch, aber das ist nicht die Hauptsache. Vielleicht lässt es sich am besten so ausdrücken, dass der Film mir einfach zu glatt ist. Es ist alles gut gemacht und gut gespielt und auch ausgewogen anklagend und versöhnend. Gerade das kann aber auch genau das Problem sein.

Meine Wertung: 
7

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.