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Deutscher Titel: 
Wüstenplanet, Der

David Lynchs dritter langer Film ist ein sehr untypischer Film für ihn. Eine eher große Hollywoodproduktion mit vielen Stars und einer im Grunde genommen hanebüchenen Story. Die Bücher kenne ich ja nun nicht, aber die Geschichte von einem Messias ist doch recht simpel. Dennoch gibt es natürlich durchaus bestimmte wiedererkennbare Lynchismen. Allem voran der Ton, der sehr ausführlich designt wurde und streckenweise an die Vorgängerfilme Eraserhead und Elephant Man erinnert. Dann die Skurrilität der Figuren oder auch die Beschäftigung mit Träumen. Aber alles in allem haut der Film nicht vom Hocker. Und das liegt im Wesentlichen an der wirklich hanebüchenen Story. Man mag - wenn man Georg Seeßlen ist - auch hier noch sinnvolle Punkte finden, wie sein Buch "David Lynch und seine Filme" zeigt, aber im Grunde genommen wirkt die Story als ständiger Störfaktor für die streckenweise hypnotische Inszenierung. Für mich der schlechteste aller Lynch-Filme; aber: der schlechteste Lynch ist immer noch besser als der beste Schumacher...

Meine Wertung: 
6

Filmography links and data courtesy of The Internet Movie Database.